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1892 übernahm Apotheker Richard Thiel die Engelhardtschen Apotheken in Steinach und Lauscha. Thiel besaß in der Nähe von Chemnitz eine „Fabrik feinster Liquere“ und aufgefundene Destillieranlagen und Gerätschaften lassen vermuten, dass er sich auch in Lauscha der Destillierkunst widmete. Überdies muss er alten Revisionsberichten zufolge seine Apotheke musterhaft geführt haben, was sich nach seinem Tod 1912 leider änderte.
Nach mehreren Verwaltern wurde die Apotheke geschlossen.
Erst am 1.September 1915 eröffnete sie erneut, nach dem Apotheker Dr. Richard Schulz sie für 50 001 Mark von der Thielschen Familie erworben hatte. Bis zu seinem Tod 1945 war er Besitzer der Apotheke, in den letzten sechs Jahren wurde sie jedoch von seinem Sohn Reinhard Schulz geführt. Nachdem dessen Konzession 1946 nicht verlängert wurde, verließ er Lauscha. Die Familie Schulz hinterließ der Apotheke jedoch ihren heutigen Namen – Wald-Apotheke Lauscha, für den sie sich in den 20er Jahren entschieden hatte.
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